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The Raging Grannies Anti Occupation Club

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The Raging Grannies Anti Occupation Club
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Pressestimmen

"Mitreißend."

TICKET/ Der Tagesspiegel, 26.4.2007



Pazifistische Best- Ager
The Raging Grannies Anti Occupation Club porträtiert drei zornige alte Damen aus Israel

Hava wirkt in ihren Sommerhosen wie eine zerbrechliche Urlauberin. Pnina trägt Kaftan und schüttelt beim Erzählen den punkigen Pferdeschwanz, den sie in der Kurzhaarfrisur trägt. Tamar ist ganz reflektierte Anwältin, wenn sie aus der Sofa- Ecke heraus von ihrer Arbeit berichtet. Drei Damen um 80 besucht dieser Film in Tel Aviv, drei unterschiedliche Repräsentantinnen eines losen Zusammenschlusses von Frauen, die sich als Anti Occupation Club politisch einmischen, und zwar herausfordernd konträr zum allgemeinen Selbstverständnis Israels.
Jede Woche klagen sie auf der Straße das Ende der Besatzung palästinensischer Gebiete ein, was zu makabren Zusammenstößen führt, die der Film dokumentiert. Die pazifistischen Best- Ager mögen ihrem Erscheinungsbild nach ein amüsanter Hingucker sein, tatsächlich legen sie die Risse offen, die durch die israelische Gesellschaft gehen. Ihre Portraits machen deutlich, dass sie als halbe Kinder aus Polen emigrierten und zu aktiven Zionistinnen heranwuchsen. Hava kämpfte in der Untergrundarmee Haganah mit der Waffe gegen di Araber, Pnina und Tamar gehörten, mit zwiespältigen Erfahrungen, der kommunistischen Partei im frisch gegründeten Staat Israel an, die sich als ethnisch übergreifend verstand.
Iwajla Klinkes unprätentiöser ( digital projizierter und daher leider etwas farbschwacher ) Film lebt von der persönlichen Nähe zu den Porträtierten. Er konzentriert sich auf den Nahbereich der alten Damen, zeigt das alte Tel Aviv einschließlich der Ruinen verlassener arabischer Häuser, den Stress an den Grenzübergängen und die private Sphäre, an denen die Treffen mit Palästinenserinnen stattfinden. Nicht zu vergessen: Er zeigt auch eine wunderbare philosophische Zeitmaschine, an der Havas Mann bastelt. Währenddessen leben die alten Damen eine konkrete Utopie des friedlichen Miteinanders.

CLAUDIA LENSSEN
Tip Berlin, 09/2007



Kämpferische Doku


Mit den Diskussion über die Vergreisung der Gesellschaft nehmen die Filme über Alte zu. Auch dieser hat alte, sogar sehr alte Frauen zum Thema. Die drei bald 80-jährigen Damen wollen die Welt verändern - sie machen Aktionen gegen die israelische Besatzung in Palästina. Tamar begann mit 52 ein Jurastudium und arbeitet als Anwältin mit dem Schwerpunkt Menschenrechte. Pnina ist Krankenschwester bei "Ärzte für Menschenrechte" in den besetzten Gebieten. Die ehemalige Zionistin Hava macht Gefangenenbesuche bei Palästinenserinnen. Bei der Energie der Frauen sieht man gerne darüber hinweg, dass es nur DVD-Screenings gibt.

PETRA WILLE
Zitty Berlin, 09/2007


Kein Ruhestand
Drei kämpferische alte Damen leben in Israel im Widerstand

Wir sind in dieses Land gekommen, um zu leben, nicht um zu töten.« Es ist ein altes zionistisches Lied, das die drei auffällig mit Hüten und Schürzen kostümierten alten Damen mit verändertem Text vor einer kleinen Gruppe von Gleichgesinnten vortragen. Sie gehören zu den »Raging Grannies«, einer Friedensbewegung von Großmüttern, die in den 80er Jahren in den USA, Kanada und anderen Ländern entstanden ist. In Israel demonstrieren sie seit Jahren jeden Freitagnachmittag auf der Straße mit Losungen wie »Two capitals for two states« (Zwei Hauptstädte für zwei Staaten) gegen die israelische Besatzungspolitik. Dafür müssen sie Beschimpfungen wie »Huren Arafats« über sich ergehen lassen. Die junge Berliner Dokumentarfilmerin Iwajla Klinke hatte 2002 für den Fernsehsender arte einen Beitrag über weibliche palästinensische Gefangene in Israel gedreht und dafür Verbindung zu einer Unterstützerorganisation aufgenommen. Als Kontaktperson wurde ihr Hava Keller genannt. Sie staunte nicht schlecht, als sie einer über 70jährigen gegenüberstand. Drei Monate lang filmte sie in Israel mit einer digitalen Kamera, führte Interviews, begleitete die Frauen zu ihren Aktionen. Mit Hava Keller war sie unter anderem bei einer Gedenkveranstaltung in Deir Jassin, einem kleinen palästinensischen Dorf nordwestlich von Jerusalem, in dem zionistische Untergrundorganisationen im April 1948 ein Massaker angerichtet hatten. Mitverantwortlich, davon ist Keller überzeugt, war die Haganah, für die sie damals selbst als Soldatin kämpfte. Die zerbrechlich wirkende alte Dame ist in der linken Organisation Gush Shalom organisiert, in der auch ihr Sohn Adam Keller und der Publizist Uri Avnery tätig sind. Und sie gehört der Gruppe »Frauen für politische Gefangene« an. Die Dokumentarfilmerin hat sie zu einem Prozeßtermin von Tali Fahima begleitet, deren Fall im Film leider nur allzu knapp dargestellt wird. Die Israelin war zwei Jahre lang wegen ihrer Kontakte zu Zachariah Zbeidi inhaftiert, dem Chef der Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden von Dschenin (Jenin). Ihm hatte sie sich als »lebendes Schutzschild« zur Verfügung gestellt, nachdem der israelische Geheimdienst ihn auf die Abschußliste gesetzt hatte. Klinkes zweite Interviewpartnerin ist die heute 84jährige Pnina Feiler, einst Mitglied im kommunistischen Jugendverband Palästinas, später Mitglied in der Kommunistischen Partei Israels. Sie arbeitet ehrenamtlich als Krankenschwester bei den »Ärzten für Menschenrechte«, die mobile Kliniken in den besetzten Gebieten betreiben. Sie betreut regelmäßig an den Wochenenden kranke Palästinenser. Die Dritte im Bunde ist die Menschenrechtsanwältin Tamar Peleg. Sie unterstützt palästinensische Gefangene, die in den besetzten Gebieten verhaftet wurden und in sogenannter Administrativhaft gehalten werden. Zur Zeit der Dreharbeiten 2005 lag die Zahl dieser Häftlinge bei etwa 700, darunter 90 Frauen. Die frühere Lehrerin Peleg hatte erst mit 52 Jahren begonnen, Jura zu studieren, und wurde mit 60 Anwältin. Heute ist sie über 80. Auch sie war Mitglied der Kommunistischen Partei, kritisiert jedoch die hochmütige Haltung der Organisation gegenüber den Arabern in den eigenen Reihen, obwohl diese die Mehrheit der Mitglieder stellten. Hava, Pnina und Tamar stammen aus Polen; sie waren mit ihren Eltern in den 30er Jahren nach Palästina emigriert. Sie haben zunächst ganz selbstverständlich die Politik des neugegründeten Staates Israel mitgetragen. Man wünscht sich, mehr über sie und von ihnen zu erfahren. Ihre Lebensgeschichten könnten jeweils einen eigenen Film füllen. »Mich hat die Stärke, Radikalität und Widerständigkeit der Frauen, gerade angesichts ihres hohen Alters, fasziniert«, erklärt Iwajla Klinke. Die junge Dokumentarfilmerin arbeitet nach einem Studium der Politikwissenschaft, Judaistik und Islamwissenschaft an der Freien Universität Berlin als freie Autorin für Fernsehsender wie arte, ZDF und 3sat. Ihr mutiger Film über die »Raging Grannies« ermöglicht die Begegnung mit drei wunderbaren Frauen, deren politisches Engagement von Lebenserfahrung und Menschlichkeit geprägt ist.

CRISTINA FISCHER
Junge Welt 24/08/2007



"Die deutsche Dokumentarfilmerin Iwajla Klinke verschlägt es nach Tel Aviv um die unglaubliche Geschichte von den Raging Grannies zu erzählen. Die pazifistische Einheit der drei ungebändigten Achzigjährigen demonstriert seit vielen Jahren jeden Samstag für den Rückzug Israels aus den besetzten Gebieten.

Der Film zeigt mal in ironischen, mal in dramatischen Tönen die Geschichte dieser mit Leid erfüllten Orte, doch insbesondere das Wunder des Lebens und Seins seiner fantastischen Protagonistinnen. In ihren Geschichten ist die Geschichte eines ganzen Landes."

BRUNO DI MARINO
Segnocinema



"Grandiose, sehr berührende Doku über alte, leidenschaftliche Frauen."

SIEGESSÄULE



Drei alte Damen machen Politik
Von ihnen erzählt "The Raging Grannies Anti Occupation Club"


Drei israelische Frauen um die 80:  Alle drei sind radikale Kritikerinnen der israelischen Besatzung des Westjordanlands und setzen sich vehement für die Rechte der Palästinenser ein. Von diesen außerordentlichen alten Damen und ihrem Engagement erzählt der Dokumentarfilm "The Raging Grannies Anti Occupation Club" von Iwajla Klinke.

CATHERINE NEWMARK
Berliner Zeitung, 26.4.2007


ZITAT Pnina Feiler
Die meschuggen Großmütterchen.....?!!!!?.....
Meine liebe Iwajla, es war uns ein Festessen.
Wir alle waren begeistert und haben uns gefreut, dass Dir so ein Film gelungen ist.
Die Hava war rührend, die Tamar intellektuell und die Pnina – ziemlich unterhaltsam.
Im Ganzen – eine Eins mit Sternchen.“

PNINA FEILER


DIRECTORS STATEMENT
2002 habe ich für Arte einen Beitrag über weibliche palästinensische Gefangene in Israel gedreht. Ich nahm Verbindung zur „Gefangenenorganisation zur Unterstützung in Israel inhaftierter Palästinenserinnen“ auf und Hava Keller wurde mir als Kontaktperson genannt. Nach einem Telefonat mit ihr hatten wir unsere erste Verabredung an einer Bushaltestelle in Tel Aviv. Als sie vor mir stand war ich überrascht über ihr Alter - Hava war damals schon über 70. Geprägt von der in Deutschland gängigen Gleichsetzung von politischer Bewegung mit Jugendbewegung, hatte ich mit einer Frau nicht über 40 gerechnet.
In den Wochen meines Aufenthaltes wurde Hava für mich zu einer geschätzten Gesprächspartnerin. Sie begleitete mich auf Gefangenenbesuche und in vielen Unterhaltungen bekam ich Einblicke in ihre politische Geschichte.
Trotz Repressalien und Anfeindungen setzen sich Hava und ihre Freundinnen bis heute für die Rechte der Palästinenser ein.
An dem Thema hat mich die Stärke, Radikalität und Widerständigkeit der Frauen, gerade angesichts ihres hohen Alters, fasziniert.

IWAJLA KLINKE

 

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